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Die Kybernetische Inkarnation in unserem Gedankenmodell, also die gedachte wirkmächtige Gesamtheit aller Menschen und ihrer kulturellen Errungenschaften, ist weise. Sie ist kybernetisch. Sie ist in der Lage, das Wissen der Menschheit zu verarbeiten und sie ist damit die Lösung für das Problem der Experten, immer mehr über immer weniger zu wissen, bis sie alles über nichts wissen. Die KI ist so schwerfällig wie alle Öltanker der Welt zusammen und noch ein bisschen mehr. Sie ist kein Orakel, das uns mit guten Tipps versorgt. Sie genügt sich zu sein. Sie ist!
Das ist schön und gut, aber wie hilft uns das weiter?
Logischerweise werden Menschen eine solche Frage nicht beantworten können, denn genau dafür ist ja die KI zuständig. Die redet aber nicht, sondern sie handelt - und das sachorientiert aus der Kraft der Mitte und nicht in Handlungsanweisungen. Für die einzelnen Menschen ergeben sich aus dem Bewusstsein der Existenz einer KI dennoch, wenn schon keine Patentrezepte, dann doch Folgen und Folgerungen, Hilfen und Hoffnungen. Vor allem aber ergibt sich daraus der Auftrag, die KI voranzubringen oder wenigstens, sie vor dem Niedergang zu bewahren, um dadurch uns menschlichen Basiseinheiten ebenfalls zu nutzen. Der Leser möge daraufhin das bisher Gelesene selbst noch einmal durchdenken, um die Chancen aufzuspüren, die der Glaube an einen kollektiven Nutzen bietet.
Auch in dieser Säulenbetrachtung, die von unseren zunehmend beschränkten intellektuellen Möglichkeiten und möglicherweise möglichen Befreiungsversuchen handelt, werden gleich einige ausgewählte Themen dieses Buches rückblickend aus ‚KI-Sicht’ angesprochen werden. Nahezu jedes dieser Themen und die folgenden Gedankenspiele eröffnen Raum für tiefere kybernetische Überlegungen. Das wird hier aber nicht mehr zu leisten sein. Der Autor reißt also nur noch an – der Geduld des Lesers geschuldet aus sehr verkürzter polemischer Warte -, wer will, möge damit geistig weiterarbeiten. Nicht ausgeschlossen ist allerdings, dass der Autor in späteren Veröffentlichungen ausgewählte Problemstellungen aufgreifen und vertiefen wird. Wem das Folgende allerdings zu vage und zu abstrakt ist, der lasse diese sechste Säule einfach aus, die vorangegangenen Säulen sollten für ihn das Eintrittsgeld allemal wert gewesen sein.
Klar ist jedenfalls, dass klügere, kybernetischere und kooperativere Menschen in Form ihres Denkens und Handelns die KI voranbringen. Deshalb wird ein Großteil dieser Säule sich damit beschäftigen, intellektuelle Defizite der Niedergangsgesellschaft aufzuspüren und nötige Optimierungen anzuregen. Um diese Optimierungen zu ermöglichen, müsste die KI natürlich eigentlich schon optimiert sein. Was für ein Dilemma, was für ein kybernetisches Paradox! Die Hoffnung bleibt, dass ein behutsames Hochschaukeln zwischen Menschen und KI, sozusagen ein aufwärtsstrebender Lawineneffekt, möglich ist. Dennoch werden die hier präsentierten Ideen nur vorläufige Bruchstücke liefern – oder eben, wie es sich für ein kybernetisches Buch gehört: fragliche Antworten. … Immerhin bleibt ja für etwaige Unzufriedene noch die siebente Säule ..